Gartenordnung

  1. Nutzung des Kleingartens

 

1.1 Die Kleingärten sind so zu gestalten, dass der Gesamteindruck der Kleingartenanlage nicht beeinträchtigt wird. Durch Gestaltung und Nutzung darf niemand mehr als nach den jeweiligen Umständen vertretbar gefährdet oder belästigt werden.

1.2 Die kleingärtnerische Nutzung soll durch einen gemischten Anbau von Obst und Gemüse, teils als Erholungsgarten zum Ausdruck kommen.

1.3 Jeder Pächter ist für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung und Sauberhaltung seines Gartens verantwortlich. Ansammlungen von Unrat und gartenfremden Materialien sind nicht zulässig.

1.4 Pflanzliche Abfälle können im Rahmen der Nutzung des Grundstückes unter Beachtung der Ziff. 1.1 GO durch kompostieren beseitigt werden.

1.5 Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen im Kleingartengelände ist ohne Genehmigung des Vorstandes generell verboten.

1.5.1 In begründeten Fällen z.B. Schädlingsbefall oder Pilzbefall (Borkenkäfer, Feuerbrand) kann der Vorstand eine Einzelgenehmigung zum Verbrennen erteilen.

1.5.2 Die vorgenannten Abfälle dürfen nur unter ständiger Aufsicht von einer zuverlässigen Person und bei trockenem Wetter von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Samstags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr verbrannt werden. An Sonn- und Feiertagen ist das Verbrennen verboten. In den Sommermonaten, d. h. Vom 01. April bis zum 30. September, ist das Verbrennen nach 12:00 Uhr nicht gestattet. Rauchentwicklung ist zu vermeiden.

1.5.3 Durch das Verbrennen von Brennstoffen gleich welcher Art in Öfen und Herden darf keine belästigende Rauchentwicklung entstehen.

1.6 Unzulässig ist die Nutzung des Kleingartens zu gewerblichen Zwecken, zum Begründen eines dauerhaften Wohnsitzes sowie eine Nutzung durch vereinsfremde Personen. Eine zeitlich begrenzte Bearbeitung durch vereinsfremde Personen ist in begründeten Fällen, wie z.B. Krankheit, Urlaub usw., nach vorheriger schriftlicher Unterrichtung des Vorstandes möglich.

1.7 Tierhaltung im Kleingarten ist gem. Bundeskleingartengesetz verboten. Haustiere dürfen mitgeführt werden.

 

  1. Bäume im Kleingarten

 

2.1 Anpflanzungen im Garten dürfen nicht stören.

2.2 Der Baumbestand ist, soweit notwendig, ständig zu sanieren. Abgängige Bäume müssen gerodet, zu hochkronige gestutzt und verjüngt werden.

2.3 Innerhalb der Gärten stehende Bäume dürfen eine Höhe von 7m nicht überschreiten. Höhere Bäume sind zum nächst möglichen Zeitpunkt zu entfernen oder unter Berücksichtigung der Wachstumsperiode zurück- zuschneiden. Kommt ein Pächter trotz zweimaliger Aufforderung durch den Vorstand seinen vorstehend genannten Verpflichtungen nicht nach, ist der Vorstand berechtig, die notwendigen Maßnahmen auf Kosten des Pächters zu veranlassen.

2.4 Hecken, die an Nachbargärten angrenzen dürfen eine Höhe von 1,00 m nicht überschreiten. Hecken die an Wege grenzen, dürfen 1,50 m nicht überschreiten. Wenn sie außerhalb der Gartengrenze stehen, darf die Breite max. 0,80 m sein. Neue Hecken dürfen nur innerhalb der Gartengrenzen angepflanzt werden. Bezüglich der einzuhaltenden Grenzabstände gilt das Hessische Nachbarrechtsgesetz, insbesondere die §§ 38 – 41.

 

  1. Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung

 

3.1 Das Mitglied ist verpflichtet, dem Auftreten von tierischen Schädlingen und pilzlichen Krankheiten in seinem Garten nach den gegebenen Möglichkeiten entgegenzuwirken.

3.2 Die Anwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln und Unkrautvernichtungsmitteln im Kleingarten soll sachgemäß und vorsichtig erfolgen, damit keine schädlichen Wirkungen von den verwendeten Produkten auf Nachbargärten und Außenanlage ausgehen.

 

  1. Errichtung von Baulichkeiten

 

4.1 Der Neubau von Gartenhütten und die Errichtung anderer Bauten muss vorher dem Vorstand zur Genehmigung vorgelegt werden. Hierbei muss der Vorstand die Bestimmungen des Bundeskleingartengesetzes und den Bebauungsplan der Stadt Neu-Isenburg beachten. U.a. darf die Grundfläche einschließlich überdachter Freisitze 24qm nicht überschreiten.

4.2 Die Gartenhäuser und alle anderen Aufbauten sind in gutem Pflege- zustand zu halten. Baufällige oder den Gesamteindruck der Anlage störende Bauten sind auf Verlangen des Vorstandes innerhalb einer festgesetzten Frist wenn möglich zu renovieren und in einen annehmbaren Zustand zu versetzen, andernfalls zu beseitigen.

4.3 Die Höhe baulicher Einfriedungen dürfen in der Anlage 1,00 m, nicht überschreiten.

 

  1. Wege, Plätze und Außenanlagen

 

5.1 Jeder Pächter hat die Wege, die seinen Garten begrenzen, bis zur Hälfte der Wegbreite in Ordnung und frei von Unkraut zu halten. Überhängende Äste und auf dem Weg wuchernde Pflanzen sind zu beseitigen.

5.2 Jegliches Ablegen von Gartenabfällen, Schutt oder Müll in der Gartenanlage oder dem angrenzenden Gelände ist verboten. Die Bestimmungen der Ziffer 1.4 GO bleiben hiervon unberührt.

5.3 Bei Abladen von Baumaterialien, Erde, Dünger und dergleichen auf Wegen oder dafür vorgesehenen Plätzen ist für eine unverzügliche Räumung und Säuberung Sorge zu tragen.

5.4 Die Pflege der Außenanlage gilt als Gemeinschaftsdienst gem. Ziff. 9.1 GO.

 

  1. Nachbarschaftliches Verhalten in der Anlage

 

6.1 Nachbarschaftliches Fehlverhalten kann die schönsten Gartenfreuden trüben. So können Streitigkeiten und auch dauernde Störungen der Ruhe und Ordnung in der Anlage nicht geduldet werden. Jeder Gartenfreund hat Rücksicht zu nehmen und Handlungen zu vermeiden, die zu einer unzumutbaren Belästigung der Gartennachbarn führen.

6.2 An Sonn- und Feiertagen, sowie täglich in der Zeit von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr ist für Ruhe zu sorgen. Die Inbetriebnahme motorengetriebener Gartengeräte (Rasenmäher, Motorpumpen, Bohrmaschinen und dergleichen) ist an Sonn- und Feiertagen ganztägig und an den übrigen Wochentagen von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr und von 19:00 Uhr bis 07:00 Uhr untersagt. Ausnahmen können vom Vorstand auf Antrag in begründeten Fällen genehmigt werden. Die Mittagsruhe ist vom 1.10. bis 31.3. an Werktagen aufgehoben.

 

  1. Gemeinschaftseinrichtungen

 

7.1 Alle vom Verein zur allgemeinen Benutzung geschaffenen Einrichtungen sind mit Sorgfalt und Schonung zu behandeln. Unbefugte Eingriffe und Veränderungen an diesen Einrichtungen sind verboten. Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Bestimmung, auch wenn sie durch Angehörige oder Gäste verursacht werden, gehen zu Lasten des Pächters.

7.2 Jedes Mitglied ist zum Schutze des Vereins verpflichtet, den Verursacher eines Schadens dem Vorstand namhaft zu machen.

 

  1. Ausleihung vereinseigener Geräte

 

  • Vereinseigene Geräte (Maschinen, Leitern, Schubkarren, Walzen und dergleichen) dürfen nur innerhalb der Anlage benutzt werden und sind nach Gebrauch, spätestens aber nach der jeweils festgelegten Leihfrist zurückzubringen. Die Geräte müssen in sauberem Zustand abgeliefert werden. Für Verlust, fahrlässige oder mutwillige Beschädigung wird Schadenersatz verlangt. Für die Benutzung von Geräten wird eine Gebühr erhoben, welche zweckgebunden zur Instandsetzung von vorhandenen Geräten oder zur Neubeschaffung verwendet wird.

 

9.Gemeinschaftsdienst 

 

9.1 Gemeinschaftsdienst ist die Ausführung von Arbeiten für das Gesamtwohl des Vereins, so die Erhaltung und Verschönerung der vereinseigenen Bauanlagen, Zäune, des Fuhr- und Maschinenparks, sowie die Pflege und Erhaltung von Wegen, Grünanlagen, Spielplätze und des Weiherareals.

9.2 Die Gartenpächter sind zum Gemeinschaftsdienst verpflichtet.

9.3 Für Mitglieder, die durch Wahl in den Vorstand berufen werden und Obleute, gilt während der Dauer der Amtsperiode die Vorstandsarbeit als Gemeinschaftsdienst.

9.4 Über die Anzahl der zu leistenden Arbeitsstunden im Rahmen des Gemeinschaftsdienstes entscheidet die Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstandes.

9.5 Kommt ein Mitglied seiner Verpflichtung zur Ableistung des Gemeinschaftsdienstes innerhalb eines Kalenderjahres nicht oder nur teilweise nach, so ist der Verein berechtigt ihm für jede nicht geleistete Arbeitsstunde einen Entschädigungsbetrag in Rechnung zu stellen. Die jeweilige Höhe des Entschädigungsbetrages wird von der Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstandes oder eines Mitgliedes festgelegt. Derzeit beträgt der Entschädigungsbetrag € 20,00 pro nicht geleisteter Stunde.

 

  1. Gebrauch von Kraftfahrzeugen (einschl. Mofas) innerhalb der Kleingartenanlage

 

10.1 Das Waschen von Kraftfahrzeugen, sowie Reparatur und Wartungs- arbeiten an den Kraftfahrzeugen sind innerhalb der Kleingartenanlage nicht gestattet.

10.2 Das Befahren der Wege innerhalb der Anlage ist nur zum Be- und Entladen gestattet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 10 km/h. Der Vorstand kann Mitgliedern und Besuchern das Befahren der Anlage verbieten, wenn grob gegen die Geschwindigkeitsbeschränkung oder die besondere Sorgfaltspflicht verstoßen wird. Das Verbot ist bindend und kann bei Mitgliedern zur Kündigung führen, wenn es nicht beachtet wird. Bei Besuchern der Anlage kann vom Vorstand ein Anlagenverbot ausgesprochen werden, wenn das Verbot nicht beachtet wird. Bei wiederholten Verstößen durch Besucher behält sich der Vorstand vor, Anzeige wegen Hausfriedensbruch (§ 123 Strafgesetzbuch) zu erstatten.

10.3 Der Vorstand kann wegen besonderer Umstände, z.B. lange anhaltender Regen, Bauarbeiten und dergleichen, die Anlage oder Teilbereiche der Anlage für den Kraftfahrzeugverkehr sperren.

 

  1. Allgemeine Ordnung

 

11.1 Im Sinne der Gemeinschaft sollte jedes Mitglied die Versammlungen und die übrigen Veranstaltungen besuchen oder sich durch seine Mitarbeit aktiv am Vereinsleben beteiligen.

11.2 Soweit in der Satzung und den Ordnungen nichts anderes bestimmt ist, erfolgen Bekanntmachungen und Mitteilungen des Vorstandes durch Aushang in den Vereinskästen und sind von jedem Mitglied zu lesen und zu beachten.

11.3 Das Betreten fremder Gärten ist ohne Erlaubnis des Garteninhabers untersagt. Das gilt nicht, sofern eine unmittelbar bevorstehende Gefahr von dem Eigentum des Garteninhabers oder dessen Nachbarn abzuwenden ist, z.B. Brand, Einbrecher usw.. Muss der Garten aus vereinsrechtlichen Gründen vom Vorstand oder dessen Beauftragten betreten werden, ist der Pächter 14 Tage vorher schriftlich zu unterrichten. War der Pächter nach einer zweimaligen schriftlichen Benachrichtigung nicht anwesend, so ist der Vorstand oder dessen Beauftragter berechtigt, den Garten auch in Abwesenheit des Pächters zu betreten, um notwendige Maßnahmen nach Ziff. 2.3 vorzunehmen.

11.4 Um in der Anlage das Auffinden einzelner Gärten möglich zu machen, ist jeder Pächter dafür verantwortlich, dass sein Kleingarten durch seine Gartennummer gut sichtbar gekennzeichnet ist.

11.5 Jeder Kleingarten muss über einen Briefkasten verfügen, der vom Wege aus gut zu erreichen ist.

 

  1. Wertermittlung und Gartenübergabe bei Pächterwechsel

 

12.1 Die Wertermittlungen sind nach den Richtlinien des Landes Hessen, für die Wertermittlung von Kleingärten vorzunehmen und werden durch eine Kommission des Vereins durchgeführt.

12.2 Zusätzlich zum Kaufpreis werden € 615,00 als Kulturabgabe vom Verein erhoben, die von dem übernehmenden Pächter an den Verein zu entrichten sind.

 

  1. Schlussbestimmungen

 

13.1 Diese Gartenordnung ist für jedes Mitglied bindend und gilt auch für seine Familienangehörigen und für Gäste während ihres Aufenthaltes in der Gartenanlage. Jedes Mitglied ist für einen Verstoß gegen die Bestimmungen dieser Ordnung durch seine Familienangehörigen oder Gäste verantwortlich.

13.2 Besondere Anordnungen und Zusätze zur Gartenordnung, die aus gegebener Veranlassung örtlich bedingt noch notwendig werden, können von den Vereinsorganen, je nach Zuständigkeit beschlossen werden.

13.3 Grobe Verstöße gegen die Gartenordnung trotz schriftlicher Mahnung des Vorstandes führen gem. § 4 Pkt. 3 der Satzung zur Kündigung des Pachtvertrages und zum Ausschluss des Mitgliedes aus dem Verein.

13.4 Vorstehende Gartenordnung wurde in der Mitgliederversammlung am 02.04.1982 beschlossen und am 07.03.1997, am 25.10.2002 sowie am 14.05.2006 geändert und ergänzt.